Innovative Regulierung für intelligente Netze
Newseintrag
Neues IRIN Diskussionspapier zu Anreizregulierung und Eigenkapitalverzinsung
Im Rahmen von IRIN hat Marcus Stronzik vom WIK ein neues Diskussionspapier veröffentlicht, das mit Hilfe eines quantitativen Modells die Auswirkungen der Anreizregulierung auf die Eigenkapitalverzinsung untersucht.
Die regulatorische Einordnung des technologischen Fortschritts wird immer wichtiger, da intelligente Netze (Smart Grids) als neue Schlüsseltechnologie für die Herausforderungen in der Energieversorgung, insbesondere die Einbindung erneuerbarer Erzeugung, gesehen werden. Marcus Stronzik analysiert daher in einem neuen Arbeitspapier des WIK die Effekte der deutschen Anreizregulierung auf die Eigenkapitalverzinsung der Netzbetreiber und ob dieser regulatorische Rahmen hinreichende Anreize für den Aufbau von Smart Grids setzt (Diskus No. 357: Incentive Regulation and the Return on Equity ). Er kommt zu dem Schluss, dass während Ersatzinvestitionen adäquat durch die ARegV erfasst werden, Defizite hinsichtlich der Incentivierung der beiden Innovationsformen festzustellen sind. Durch die Abstellung auf die individuellen Kosten kann ein Netzbetreiber Mehrgewinne durch Kostensenkungen nur über eine Regulierungsperiode einbehalten, was die Möglichkeiten der Erwirtschaftung von Innovationsrenten einschränkt. Ein Übergang auf ein Yardsticking, bei dem sich die Erlöse nur noch am Branchendurchschnitt orientieren, kann hier entsprechende Abhilfe schaffen. Da momentan noch relativ unklar ist, wie sich mögliche Maßnahmen auf die Kostenstrukturen des Netzbetriebs auswirken werden, wird ein zweistufiges Vorgehen vorgeschlagen. In einem ersten Schritt sollten analog der existierenden Forschungsförderung Demonstrationsprojekte gefördert werden. Die während dieser Versuchsphase gewonnenen Erkenntnisse können in einem zweiten Schritt genutzt werden, um den bestehenden Regelungsrahmen entsprechend anzupassen. Der Diskussionsbeitrag ist nur in deutsch verfügbar.






