Untersuchung zum europäischen Strombinnenmarkt für Endkunden
Im Auftrag der Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control) und des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR.BWL) hat das Bremer Energie Institut Chancen und Hemmnisse für den grenzüberschreitenden Stromvertrieb zwischen Deutschland und Österreich untersucht. Ziel war es
- Synergiepotenziale und Möglichkeiten für Unternehmen darzustellen, grenzüberschreitend Strom anzubieten
- und Problemfelder zu identifizieren, um die weitere internationale und nationale (Regulierungs-)Arbeit daran ausrichten zu können.
Dazu führte das BEI Experteninterviews in Deutschland und Österreich. Ergänzend wurden eine länderspezifische Literaturrecherche zu Vertriebsmargen sowie eine theoretische Analyse der Stabilität verschiedener Wettbewerbsstrategien durchgeführt. Für die Studie wurden die Experteninterviews in Zusammenschau mit den Einsichten aus der theoretischen Analyse interpretiert. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass zwar manche Regelung im Detail noch verfeinert werden kann, die Märkte jedoch generell, auch grenzüberschreitend, funktionsfähig sind. Die Forscher schließen, dass die beobachteten Probleme, wie etwa der geringe Wettbewerb, im Markt selbst liegen und auf die geringe Wechselbereitschaft der Kunden zurückgehen. Sie erwarten, dass bei der künftigen Entwicklung die zunehmende Dezentralisierung sowie die Entwicklung von Smart Grids eine entscheidende Rolle spielen werden.
Der Abschlussbericht ist auf den Seiten des MLR.BWL als PDF verfügbar.

