Projekt zur Zukunft der Stromerzeugung im europäischen Vergleich veröffentlicht
Gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung hat das Bremer Energie Institut im Juli 2011 eine Untersuchung zur Zukunft der europäischen Stromerzeugung fertig gestellt. Dabei wurden im Schwerpunkt die Auswirkungen der europäischen Investitionsbedingungen auf die Beschäftigung in der deutschen Stromwirtschaft analysiert.
Hintergrund für die Untersuchung bildet der Umbruch der Stromversorgung in Europa. Dieser Umbruch wird insbesondere durch den Ausbau- und Ersatzbedarf von Stromerzeugungsanlagen, aber auch durch die Zielvorgaben der EU zum Ausbau der regenerativen Stromerzeugung in den EU-Mitgliedstaaten getrieben. Gleichzeitig findet er in einem europaweit liberalisierten Markt statt, in dem Investitionsentscheidungen von Unternehmen vorrangig unter wirtschaftlichen Aspekten getroffen werden. In diesem Zusammenhang machen sich nicht nur Gewerkschaften Gedanken darüber, welchen Einfluss die in Deutschland und darüber hinaus in Europa existierenden Investitionsbedingungen auf die Entwicklung der Beschäftigung in der deutschen Stromwirtschaft haben.
Unter Einbezug der Ergebnisse der vorangegangenen Transparenzstudie entstand daraus die zentrale Forschungsfrage für die Untersuchung: Wie können gute Rahmenbedingungen für die Stromwirtschaft für Investitionsentscheidungen mit positiven regionalen Beschäftigungseffekten in Deutschland geschaffen werden? Zielsetzung des Projektes war es, Handlungsempfehlungen in Bezug auf die deutsche Energiepolitik und die deutsche Stromwirtschaft zu entwickeln. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer empirischen Länderanalyse zu Investitionsbedingungen in der Stromwirtschaft in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Polen und der Slowakischen Republik. Die hier gewonnenen Ergebnisse wurden durch leitfadengestützte Experteninterviews vertieft. Die Projektlaufzeit betrug 1,5 Jahre.
Der Abschlussbericht sowie der Begleitbericht mit den Experteninterviews stehen zum Download zur Verfügung.

